Warum ist Bridge so faszinierend?

Als ehemaliger begeisterter Turnier-Schachspieler war ich schon immer fasziniert von Denksport! Ich kann einfach das Ergebnis eines Wettbewerbs besser akzeptieren und wertschätzen, wenn es nicht auf Glück beruht, sondern auf meiner eigenen Leistung!

Andererseits gefällt mir bei Kartenspielen die Abwechslung. Während man bei einer Schachpartie über etliche Stunden kämpft, werden bei einem Kartenturnier selbige buchstäblich „immer neu gemischt“, so dass ich einen Fehler im nächsten Spiel wieder ausgleichen kann. Demgegenüber hat mich bei ambitioniertem Skat oder Doppelkopf immer gestört, dass man auch bei bestem Spiel nicht ohne gute Karten gewinnen kann!

Hier ist für mich Bridge die ideale Lösung! Es ist kompliziert genug um echten Denksportcharakter zu haben und einen „nicht mehr loszulassen“. Gleichzeitig wird – zumindest beim Turnier – jedes individuelle Ergebnis damit verglichen, was Wettbewerber mit denselben Karten erreicht haben. So wird der Glücksfaktor weitgehend ausgeschaltet, und unsere echte Denk- und Gedächtniskapazität entscheidet. Selbstverständlich haben wir hierbei alle unsere natürlichen Grenzen. Und wie bestimmend diese für das Ergebnis sind, sehe ich darin bestätigt, dass ich (genau wie etliche Weggefährten) heute im Bridge ziemlich genau dasselbe (mittlere) Niveau habe, das ich früher auch beim Schach erreicht habe. Dies ist für mich der Beleg: Bridge ist echter Denksport!